Antioxidantien: Diese Wirkstoffe sollten Sie kennen – denn sie halten ewig jung!

Sie ahnen es wahrscheinlich schon: es geht um Antioxidantien. Doch was ist das eigentlich? Welche Formen gibt es? Und wie wirken sie überhaupt? Wie können sie dem Immunsystem helfen? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien sind Stoffe, die gegen Oxidation wirken. Genauer gesagt, gegen Alterung. Denn wenn sich etwas mit Sauerstoff verbindet, also oxidiert, dann altert es. Sei es nun das Silber, das schwarz wird, sei es der Stahl, der rostet, das Olivenöl, das ranzig wird – oder sei es die Haut, die Falten bekommt: all dies hat mit Oxidation zu tun. Mit der Verbindung mit Sauerstoff. Die freien Radikale aus dem Sauerstoff heften sich gerne an edle Stoffe und machen diese unedel.

Antioxidantien wirken wie ein Schutzschild: indem sie die Sauerstoffradikale an sich binden, bevor sie ihre schädliche Wirkung entfalten können. So kann vorzeitige Alterung verhindert werden. Umgangssprachlich spricht man statt von Antioxidantien eher von Vitaminen.

Antioxidantien hindern Öle am vorzeitigen Ranzigwerden

Antioxidantien findet man in allen natürlichen Substanzen nur, solange diese frisch sind. Frische Öle beispielsweise sind voll von Antioxidantien. Ranzige, also alte Öle hingegen nicht besonders gesundheitsförderlich und sollten nicht mehr konsumiert werden.

Der Mensch hat Sensoren, mit denen er diese Ranzigkeit identifizieren kann: Optik, Sensorik und Olfaktorik. Er kann also sehen, fühlen und riechen ob ein Öl beispielsweise noch genießbar ist oder nicht. Schlechte Öle schmecken und riechen sehr unangenehm, sie „bröseln“ auch in den Händen. Stellen Sie diese Punkte bei Ölen beispielsweise im Küchenschrank fest, so entsorgen Sie diese am besten direkt.

Oxidativer Stress

Unsere Zellwände sind aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aufgebaut. Diese werden mit der Zeit ranzig und dann abgebaut. Im Urin ist das sogar messbar: der oxidative Stress macht sich in Form von abgestoßenen Zellbauteilen bemerkbar.

Antioxidans Vitamin E: Tocopherole, Tocotriennole

Vitamin E ist ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Ernährung. Doch auch die Vitamine an sich können unterschiedlich aufgebaut sein: Vitamin E in Form von Tocopherolen hat nachgewiesenermaßen keinerlei Auswirkung auf Herzinfarkte, in Form von Tocotriennolen jedoch sehr wohl. Acht verscheidene Fettsäuren gehören zu diesen Tocotriennolen.

Über die Wirksamkeit von Antioxidantien

Messungen über die Wirksamkeit von Antioxidantien finden in wissenschaftlichen Studien im Reagenzglas statt. Wenn Eisenspäne mit freien Radikalen konfrontiert werden, bildet sich Rost. Gibt man zum Reagens ein Antioxidans hinzu, wird die Rostbildung bis zu einem gewissen Grad unterbunden, eben so lange wie freie Radikale gebunden werden können.

Unser Körper ist jedoch ein Reagenzglas voll mit Eisenspänen. Tocotriennole sind optimal in der Zellmembran verwendbar. Technisch gesehen ist dies zum Beispiel ein sehr schwaches Antioxidans, im Körper jedoch entwickelt es seine wahren Fähigkeiten.

Superkräfte der Antioxidantien

Antioxidantien regenerieren sich gegenseitig. Sie verstärken sich zudem gegenseitig in ihrer Wirkung. Das bedeutet, dass beim Einsatz unterschiedlicher Antioxidantien mit niedrigen Dosierungen gearbeitet werden kann. Studien mit hochdosierten Antioxidantien (Vitaminen) hingegen führten zu Gesundheitsproblemen.

ß-Karotin (Vitamin E) galt beispielsweise lange als hochgradig wirksam gegen Lungenkrebs. In einer Studie wurde jedoch erkannt, dass bei der Gabe des isolierten Vitamins sich die Situation der Patienten verschlechterte. Der Gegenspieler des Vitamins fehlte dem Körper und so wirkte das Vitamin unerwartetetweise prooxidativ.

Hormesis: Was uns nicht umbringt, macht uns stärker

Schon Paracelsus sagte, Stressfaktoren stärken den Körper. Radikale und Antiradikale sollten in einer gesunden Balance stehen. Freie Radikale zerstören beispielsweise auch Krankheitserreger. Makrophagen, v.A. Immunzellen verschließen Löcher in Zellhüllen vor Krankheitserregern mithilfe von freien Radikalen.

Sport: Körperliches Training stärkt das Immunsystem

Beim Sport erhöhen sich die Trainingseffekte durch freie Radikale. Bei zu hoch dosierter Gabe von  Antioxidantien verschlechtert sich hingegen die Leistung der Sportler, der Trainingseffekt geht auf 0 zu. Die Dosis von Antioxidantien sollte also dem Training abhängig angepasst werden. Das RINGANA-Prinzip lautet daher: Statt einer Überdosierung wird unterdosiert. Dies unterstützt das Hormesisprinzip der Natur.