Detox oder warum ich bei einem super spannenden Vortrag in der ersten Reihe eingeschlafen bin

Detox ist mittlerweile verschrien als absolut nicht notwendig. Warum man trotzdem ab und zu entgiften sollte und wie man den meisten Umweltgiften entkommen kann, erfährst du in diesem Artikel.

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Ich bin morgens immer müde … aber abends bin ich´s auch!

Kennst du das?`Du kommst absolut nicht aus dem Quark, du bist völlig ohne Energie und schlechte Laune hast du auch noch. Du könntest den ganzen Tag am liebsten nur noch schlafen… Manche sagen dazu Frühjahrsmüdigkeit.

Vor einigen Wochen war ich auf einem super spannenden Vortrag. Das Ticket war zwar richtig teuer, aber die Themen haben mich einfach so angesprochen dass ich unbedingt hin musste. Ich bekam sogar einen Platz in der ersten Reihe! Da dachte ich noch, super, was für ein Glück!

Doch dann fielen mir während des Vortrags die Augen zu. Ich habe in der ersten Reihe einfach geschlafen! Ich bin nicht nur eingenickt, sondern ich habe tatsächlich geschlafen. Bis mich mein Sitznachbar anstupste und meinte, ähm … du, ich glaub der meint dich! Dem Redner war das natürlich aufgefallen und er weckte mich unsanft mit seiner Aufmerksamkeit – und der des ganzen Saales. Was für ein Lacher! Ups – peinlich. Heute kann ich darüber lachen.

Woher kommt das? Dass man einfach so die Energie verliert? Dass man müde, ausgezehrt und kraftlos durch das Leben spaziert?

Oft ist hat man dazu auch noch einen fahlen Teint, fettige und unreine Haut. Am liebsten würde man gar nicht mehr rausgehen und sich im Bett verkriechen.

Darum brauchen wir unbedingt Detox!

Unser menschlicher Körper ist ein wahres Wunderwerk im Verarbeiten von Giftstoffen. Doch wenn man es übertreibt, macht auch er langsam schlapp. Man wird anfälliger für Krankheiten. Insgesamt wird man müde, träge und lustlos. Dies hängt meist mit dem hormonellen Durcheinander zusammen, das wir im Körper anrichten. Gepaart mit dem verzweifelten Versuch, alles, was an Umweltgiften nachkommt, adäquat zu verarbeiten. Auch die mangelnde Bewegung tut das Ihrige. Die Haut wird fahl und unrein, denn wenn Leber und Niere überlastet sind, wird die Haut als Notausgang für die Giftstoffe genommen.

Fettzellen und die Krux mit den Umweltgiften

Wenn wir uns über längere Zeit falsch ernähren, reichern sich in unseren Fettzellen Giftstoffe an. Der Körper tut dies, weil er mit dem Abbau nicht mehr hinterherkommt, das Zeug aber dingfest machen möchte. Falsche Ernährung macht, im ungünstigsten Fall auch noch kombiniert mit mangelnder Bewegung, dick. Nicht alle Giftstoffe werden natürlich in Fettzellen eingelagert. Viele bleiben im Blutkreislauf und werden nach und nach durch Leber und Niere ausgeschieden. Doch wenn ständig Umweltgifte nachgeliefert werden, kommt es nie zu einer Phase, in der der Körper entgiftet wird. Das kannst du dir vorstellen wie einen Trichter, den man zu schnell mit Wasser füllt: irgendwann läuft er über, obwohl er unten ein Loch hat.

Tox-Falle Abnehmen

Einige von uns bekommen hin und wieder beim In-den-Spiegel-Schauen den Drang, abzunehmen. Wie tut man das am effektivsten? Eine von den Medien und vielen Laien propagierte Variante ist, nur noch Shakes zu trinken. Das ist saubequem, geht einfach und man muss sich gar keinen Kopf machen. Man nimmt auch tatsächlich ab.

Aber leider nur kurzfristig, denn Wasser aus den Fettzellen wird ausgeschwemmt. Die Giftstoffe aus den Fettzellen werden freigesetzt, der Körper muss diese über Leber, Niere und Haut, unsere drei Entgiftungsorgane, verarbeiten. Zudem sind viele dieser Shakes nicht mit oder mit nur schlecht bioverfügbaren Mineralien angereichert. Dann schwemmen wir auch noch lebensnotwendige Mineralien aus und wir werden super müde. Nach der Shake-Diät folgt der Jojo-Effekt: Die Fettzellen sind leer, aber immer noch da und werden in Folge wieder gefüllt.

Was sind denn typische Quellen für diese Giftstoffe?

Zum Einen kommt natürlich viel aus der Luft, dagegen können wir uns nicht wirklich wehren. Zum Zweiten kommt viel über die Nahrung zu uns. Drittens über die Haut.

Waschmittel

In Waschmitteln sind oft halogenorganische Verbindungen oder Formaldehydabspalter enthalten. In der Regel werden die Waschmittel überdosiert, die Waschmaschine entfernt nicht alle Reste aus den Stoffen. Die Folge: Waschmittelreste in der Kleidung. Mit allen enthaltenen Schadstoffen.

Kosmetik

Kosmetik besteht meist hauptsächlich auf einem Werbeversprechen, Erdöl und einigen namensgebenden Stoffen in homöopathischen Dosen. Als wäre das nicht schlimm genug, wird diese Zusammensetzung durch Parabene, Silikone, Farbstoffe, Parfum und ähnliches ergänzt.

Nicht jede Mode mitmachen

Kleidung enthält teilweise übermäßig viele Schadstoffe – in Form von Pestiziden und Farbstoffen oder auch in Kunstfasern.

Schuhe sind meist besonders schadstoffbelastet, entweder durch billige Gerbstoffe in Lederschuhen oder Giftstoffen in Kleber und anderen Materialien.

Schmuck kann Blei oder Nickel enthalten.

Gut riechen und sich schlecht fühlen

Parfum und ätherische Öle gehören zu den 20 häufigsten Allergieauslösern. Das oft zusätzlich enthaltene Moschus wirkt im Körper hormonähnlich. Außerdem sind häufig krebserregende Inhaltsstoffe enthalten.

Unsere Lebensräume

Auch unsere Wohnräume und Autos sind sehr häufig mit Umweltgiften belastet. Besonders Neuwagen sind davon betroffen, auch Neubauten mit eingebauten Entlüftungsanlagen, durch die die Schadstoffe die Gebäude nur in unzureichenden Mengen verlassen.

Detox im Alltag – wie meide ich diese Umweltgifte?

Ernährung

Es gibt viele Möglichkeiten, die Umweltgifte einzudämmen. Am effektivsten ist, auf Bio-Nahrung zu achten. Denn über die Ernährung gelangen die meisten Gifte in unseren Körper.

Kosmetik

Die zweitstärkste Quelle ist Kosmetik. Hast du schon einmal darauf geachtet, was du täglich auf die Haut gibst? In vielen Kosmetika, auch in solchen, die einen scheinbar natürlichen oder handgemachten Eindruck machen, finden sich Parabene, Silikone, andere chemische Gefahrstoffe und, nicht zu vernachlässigen, Farb- und Duftstoffe.

Angeliefert werden diese Inhaltsstoffe im Einzelnen in Behältnissen, die als umweltschädliche Gefahrstoffe gekennzeichnet sind. Und viele dieser Stoffe müssen, sind sie in Haushaltsreinigern enthalten, ebenfalls mit Gefahrstoffkennzeichen versehen werden. In Kosmetika gilt diese Vorschrift jedoch nicht. Denn kein Mensch würde Körperpflege kaufen, die mit Gefahrstoffkennzeichen versehen sind. Die Haut ist keine Plastikfolie, und vieles von dem, was wir auf die Haut geben, ist bereits in wenigen Minuten im Blut nachweisbar.

Parfum und ätherische Öle

Bei Parfum ist vielen bereits klar, dass sie hormonähnliche Stoffe auf die Haut geben. Und Hormone sind im Körper schlicht und ergreifend Botenstoffe, die Vorgänge in Gang setzen sollen, die im Körper ablaufen. Wenn man nun beispielsweise hormonähnliche Stoffe auf die Haut gibt, die Wachstum auslösen, kann es zu ungewolltem Zellwachstum kommen. Wird von anderen hormonähnlichen Stoffen die Botschaft Schwanger gesendet, so kann sich ein Bauch und Brüste bilden (Bierbauch), die Zeugungsfähigkeit wird aber eingeschränkt. Denn der weibliche Körper gibt bei einer bestehenden Schwangerschaft keine weiteren Eizellen frei. Der männliche Körper bildet weniger funktionierende Spermien aus.

Bei ätherischen Ölen denken viele auch heute noch, dass das schon seine Richtigkeit hat, schließlich gibt es ja die viel gelobte Aromatherapie. Zum einen jedoch, wie der Name Therapie schon suggeriert, gehören ätherische Öle in die Hände von ausgebildeten Fachleuten, wenn man damit keinen Schaden anrichten möchte. Zum Anderen sind diese Stoffe hochgradig allergen. Wenn du also schon zu Allergien neigst, solltest du mit Parfum und ätherischen Ölen äußerst vorsichtig umgehen.

Detox – wie mache ich es richtig?

Ernährung

Zuallererst solltest du darauf achten, was du deinem Körper in jeder Hinsicht zuführst. Du kannst auf Bionahrung umsteigen. Heutzutage ist dies auch für kleine Budgets nicht mehr wirklich aufwändig. Viele Discounter bieten mittlerweile Bionahrung an. Achte dabei auf das Biosiegel, das in Deutschland vergeben wird. Denn das europäische Biosiegel ist sehr großzügig. Am besten natürlich ist Nahrung in Demeter-Qualität. Hier stellst du gleichzeitig sicher, dass du um Giftstoffe herumkommst und die Nahrung die gewünschten Nährstoffe enthält.

Im Detail

Dann wird es schon ein wenig enger: verzichte auf tierische Produkte. Denn in Fleisch, Eiern, Milch und Co. sind weiterhin tiereigene Hormone enthalten sowie ungünstige Fette. Am besten greifst du während der Entgiftung auf Gemüse, Nüsse und Obst sowie wenig Vollkorngetreide zurück. Ernähre dich nicht von bereits zubereiteten Lebensmitteln sondern mache so viel wie möglich selbst. Dann weißt du genau, was du da zu dir nimmst.

Getränke

Wenn du gerne Tee und Kaffee trinkst, rate ich dir hier ebenfalls zum Verzicht. Greife auf Bio-Kräutertee zurück. Trinke viel Wasser. Wenn du nicht gerne Wasser trinkst, probier es mal mit warmem Wasser oder eiskaltem mit einem Spritzer Zitrone.

Absolut tabu sind auch Limonaden und andere Softdrinks. Hier sind einige unangenehme Begleitststoffe enthalten. Die zähle ich jetzt aber nicht im Detail auf.

Genussmittel

Wenn du rauchst und gerne Alkohol trinkst, habe ich auch hier leider ganz schlechte Nachrichten für dich. Krebserzeugende Genussmittel haben in einer Entgiftungsphase den Stempel “Tabu”. Ein guter Punkt übrigens, um mit dem Rauchen aufzuhören. (Ich empfehle dir hier das Video mit Stefan Frädrich: rauchfrei in 20 Minuten) Alkohol kannst du nach der Entgiftungskur sehr selten und absolut in Maßen konsumieren. Damit ist jedoch nicht das Maß Bier gemeint.

Kleidung

Bei Kleidung ist mein Tipp, auf Bio-Klamotten umzusteigen. Denn zum einen sind in den Stoffen von konventionellen Klamotten häufig Grenzwertüberschreitungen bei Pestiziden und zudem giftige Farbstoffe nachweisbar. Auch halogenorganische Verbindungen sind möglich. Bio-Kleidung jedoch ist in den allermeisten Fällen schadstoffarm bis schadstofffrei. Deshalb kosten sie meist auch ein wenig mehr.

So – jetzt ist die Umweltgift-Zufuhr erst einmal gestoppt.

Aber wie kommt das Zeug jetzt raus?

Hilfe von innen

Trinke Kräutertee, am besten Detox Tee, der entgiftende Wirkstoffe enthält. Du kannst zum Beispiel auf Brennnessel, Lemongras, Zitronenverbene oder/und Ingwer zurückgreifen.

Unterstütze deinen Körper mit den CAPS d-gest von RINGANA, die verschiedene, optimal bioverfügbare Wirkstoffe zur Unterstützung von Leber und Niere enthalten. Damit kommst du pickelfrei durch die Detox Zeit.

Hilfe von Außen

Greife auf völlig schadstofffreie Kosmetik zurück. Ich bin damals auf RINGANA gekommen und empfehle es auch heute sehr gerne weiter, weil ich genau diese Problematik hatt. Mit RINGANA fahre ich sehr gut und habe auch noch richtig schöne Haut bekommen.

Ölziehen hilft ebenfalls. Wenn dich interessiert, wie das funktioniert, höre meine Episode zu dem Thema (oder lies den Artikel), da wird alles ganz genau erklärt.

Wie nehme ich nun am sinnvollsten ab?

Die einfachste Methode abzunehmen:
gesunde, giftstofffreie Ernährung
500 Kalorien weniger aufnehmen als benötigt werden
ausreichend Bewegung: mindestens 3 x Sport pro Woche, am besten täglich

Ernähre dich gesund, ohne Giftstoffe in der Ernährung. Am besten mit Bio- oder Demeter-Nahrungsmitteln. Achte dabei auch auf die Verpackung, denn Kunststoffe können Schadstoffe an die Lebensmittel abgeben.

Zucker

Vermeide, wo es geht, Zucker. Zucker bringt dich in eine Abhängigkeitsfalle. Er treibt deinen Insulinspiegel in die Höhe, kurz darauf fällt er stark ab und dein Körper möchte mehr davon. Zudem dient er vielen Pilzen und auch den Kariesbakterien als Nahrung und schadet so indirekt deinem Körper.

Getreide

Wenn du Getreide zu dir nimmst, achte darauf, dass es Vollkorn-Getreide ist. Verwechsle jedoch Vollkorn- nicht mit Körnerbrot. Vollkorn bedeutet einfach, dass das komplette Korn enthalten ist, nicht das geschliffene, in dem beinahe keine Vitalstoffe mehr zu finden sind.

Fleisch & Fisch

Wenn du Fleisch und Fisch isst, beschränke dich auf je einen Tag in der Woche. Verzichte auf Wurst.

Ernährungstagebuch

Fange an, ein Ernährungstagebuch zu führen. Dann merkst du, was genau du täglich isst und kannst genau schauen, was du wann weglassen kannst. Hier deckst du oft versteckte Naschereien auf. Auch Stoffe, die beim Detox nicht in Frage kommen, spürst du so auf.

Tracke auch deine Getränke. Achte darauf, viel Wasser und ungesüßten Kräutertee zu dir zu nehmen. Wenn du Schwierigkeiten damit hast, Wasser zu trinken, probiere, es zu erwärmen. Oder gib Eiswürfel dazu, auch ein Spritzer Zitrone ist nicht verkehrt.

Trage in deinem Ernährungstagebuch am besten auch gleich dein Gewicht ein. Dann merkst du gleich, an welchen Tagen du dich schlechter und an welchen Tagen besser ernährt hast.

Super-Speed

Wenn du es besonders eilig hast, greife auf Tees zurück, die Bauchfett aktiv verbrennen. Die funktionieren optimal in Kombination mit Sport.

Bewegung

Bewege deinen Bewegungsapparat. Ja, genau, unser Körper ist nicht zum Sitzen vorgesehen. Er sollte bewegt werden, um die Muskelfunktionen aufrecht zu erhalten. Denn wenn Muskeln degenerieren oder gar nahezu verschwinden, kommt der Körper in Schieflage und es kann zu Gelenkverschleiß, Verspannungen und Fehlstellungen kommen. Diese führen in weiterer Folge zu Schmerzen.