Empfehlungsmarketing: Wie ich mein Leben verlängert habe

Mein Statement pro Empfehlungsmarketing: Wenn man an nur einer kleinen Schraube dreht, verhält sich das ganze Getriebe anders. Gib deinem Leben mehr Zeit durch eine neue Einteilung deiner To-Dos.

Bestandsaufnahme: Eine nüchterne Analyse des Status quo.

Kennt ihr das auch? Morgens aufstehen, duschen, anziehen, Frühstück verschlingen (oder auch nicht), arbeiten, Überstunden machen, nach Hause kommen, Abendessen (oder auch nicht), ins Bett fallen. Repeat.

Ja, genau so sah mein Leben aus. Bis ich die Chance hatte, mein Leben grundlegend zu verändern. Angefangen hat es damit, dass ich ein einschneidendes Erlebnis hatte: Die Geburt meiner Tochter. Nun, das kann man natürlich jetzt nicht zur allgemeingültigen Basis oder Ausgangssituation für ein entschleunigtes Leben erklären. Aber zumindest rüttelt es wach, denn plötzlich kommt es zu einer Prioritätenverschiebung, wie es sie sonst selten gibt.

Um sein Leben zu ändern, braucht es manchmal einen Stupser. Oder einen Arschtritt.

Dann ging das Leben seinen Lauf: Die Tochter war geboren, der Plan, sofort (nach 3 Monaten) wieder in den Job einzusteigen und die Kleine in die Kita zu geben, gestorben. Denn ich brachte es einfach nicht übers Herz, sie in solch zartem Alter fremden Menschen anzuvertrauen. Aus den 3 Monaten wurden schnell 12, und aus den 12 geplante 36 Monate. Doch immer noch war meine Zeit knapp, ich kam zu nichts.

Zeitfresser erkennen und benennen

Kennt ihr das? Ihr arbeitet den ganzen Tag und kommt zu nichts? Und das, obwohl ich ja als Mutter augenscheinlich viel Zeit haben müsste. Ich begann zu überlegen, woher das denn kommen könnte und begann, mich auf Zeitfresser-Diät zu setzen. Was sind Zeitfresser? In meinem Leben haben sich Facebook, Nachrichten am Handy lesen, Serien schauen und ungezieltes Einkaufen als starke Zeitfresser herauskristallisiert. Das muss jedoch jeder selbst für sich analysieren und ist keine allgemeingültige Lösung.

Zeitfressern einen begrenzten Raum geben

Hilft es jetzt, die Zeitfresser abzuschaffen? Das habe ich versucht, aber nicht ganz geschafft. Doch was funktioniert, ist, den Tag einfach besser einzuteilen. So hat bei mir jetzt jeder Zeitfresser seinen knapp bemessenen Slot, den ich nicht überschreite. Und Dinge, die ich gerne tue, wie ein Bad nehmen, meditieren, entspannen, spazieren gehen und mit der Kleinen auf den Spielplatz gehen haben ebenfalls ihren Slot. Dieser darf nach Belieben zum Nachteil der Zeitfresser ausgeweitet werden. Denn diese bereichern mein Leben nicht.

Einkommen optimieren

Wie kommt hier noch das nötige Kleingeld ins Spiel? Ich habe mich selbstständig gemacht. Das klingt erst einmal nach viel Arbeit und neuen Zeitfressern, aber so schlimm wie es klingt, muss es nicht sein. Denn es gibt Möglichkeiten, die Aufwände gering zu halten. Nach einer gewissen Findungsphase habe ich Empfehlungsmarketing für mich entdeckt. Empfehlungsmarketing ist easy-to-do: Du nimmst ein Thema her, das dich interessiert, und empfiehlst auf dieser Basis Produkte, die dich persönlich begeistern. So ähnlich machen es beispielsweise Blogger. Empfehlungsmarketing funktioniert so, wie ein Buch oder ein Restaurant, das dir gefällt, weiterzuempfehlen.

Der Vorteil: Diese Art zu arbeiten passt sich dem Tagesrhythmus an. Und ist, wenn man es möchte, sehr als Nebenjob tauglich. Denn: wie viele Empfehlungen sprechen wir täglich aus? Beobachte dich selbst einmal, und beobachte auch, wie du dich dabei fühlst. Empfehlungen machen Spaß. Man bereichert mit seinen Erfahrungen das Leben Anderer und fühlt sich gut dabei. Empfehlungen gibt man auch nur auf indirektes Verlangen, das kann eine konkrete Frage deines Gegenübers sein oder die Erwähnung einer persönlichen Belastung.

Option Empfehlungsmarketing

In meinem Fall ergab es sich einfach, dass ich ein Produkt (Sonnenschutzbalsam) verwendet hatte, das aufgrund seiner Eigenschaften (ohne Konservierungsstoffe, frisch hergestellt) nur über einen Onlineshop erhältlich war. Dieses Produkt hatte mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich nur noch dieses und kein anderes mehr verwenden wollte und es auch uneingeschränkt weiterempfehlen wollte und konnte. Damit kam schon die Berufung auf mich zu. Denn durch mein persönliches Interesse und meine Lust am Weiterempfehlen hatte ich die beiden notwendigen Voraussetzungen fürs Empfehlungsmarketing schon dabei. Und somit einen Job, den ich „nebenbei“ erledigen kann.

Zufriedenheit gehört auch ins Rezept

Zudem habe ich gelernt, mit dem, was ich täglich erreiche, zufrieden zu sein. Und das, was ich nicht geschafft habe, einfach morgen zu machen. Denn ich habe mein bestmögliches getan. Seither bin ich viel glücklicher. Und mein Leben fühlt sich viel entspannter und die Tage wesentlich länger an.