Giftstoffe in Kosmetik: Warum mein Gesicht rot anschwoll und tagelang brannte

Giftstoffe in Kosmetik: Diese Stoffe solltest du unbedingt vermeiden! Parabene, Erdöl oder Silikone in Kosmetik sind leider keine Seltenheit. Doch was steckt sonst noch hinter den giftigen Inhaltsstoffen und wie erkenne ich unbedenkliche Kosmetik?

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Bei uns darf man Stoffe in Kosmetik mischen, die bekanntermaßen gesundheitsbedenklich oder gar mehr sind. Warum? Weil es für alles Grenzwerte gibt, So mancher Rohstoff, der in Kosmetika zu finden ist, muss als Gefahrstoff deklariert werden, wenn er in der Kosmetikfabrik angeliefert wird.

Vor einiger Zeit wurde mir genau das zum Verhängnis. Ich hatte mir damals noch keine Gedanken gemacht, was in meiner Kosmetik so drin war. Wozu auch, vertraute ich doch auf den guten Willen der Hersteller. Trotzdem hegte ich gleichzeitig schon früh meine Zweifel, bekam ich doch vom Gesichtswasser eines bekannten Herstellers mehr Pickel als ich zuvor hatte. Dabei warb er mit absolut reiner Haut für Teenager…

Doch was passierte mir? Ich benutzte nicht die ganz billigen Produkte, griff jeweils stets nach den Cremes und Lotionen, die mir optisch am vernünftigsten wirkten. Von Giftstoffen in Kosmetik hatte ich noch keine Ahnung, die INCI-Liste auf den Verpackungen las ich nicht. Ich verstand ja gar nicht, was da stand.

Krebsrotes, geschwollenes Gesicht, aber nichts half!

Eines Abends kam ich von einer Party nach Hause. Was macht man dann vor dem Ins-Bett-gehen? Richtig, abschminken. Sonst tritt ja umgehend eine beschleunigte Hautalterung ein. Also nahm ich wie immer ein feuchtes Abschminktuch zur Hand und legte los. Doch es fühlte sich anders an als sonst. Plötzlich brannte meine Haut, sie schwoll an, ich bekam Pusteln. Entsetzt versuchte ich, die Reaktion zu stoppen, ich wusch meine Haut mit Wasser und Seife ab, kühlte mein Gesicht mit feuchten Tüchern und Gelpads. Aber nichts half. Letztendlich ging ich ins Bett, wie ich war, in der Hoffnung dass am nächsten Tag wieder Ruhe eingekehrt wäre.

Aber leider stellte sich am Morgen heraus, dass es sogar noch schlimmer geworden war. Ich sah kaum noch zu den Augen heraus. Ich versuchte, einen Termin beim Hautarzt zu bekommen und zugleich vom Hersteller der Tücher eine Liste der Inhaltsstoffe zu bekommen. Die Hotline des Herstellers verwies mich auf die INCI-Liste und meinte, da könne man mir nicht helfen.

Der Hautarzt erkannte das Problem

Der Hautarzt erkannte schnell mein Problem: ich hatte eine allergische Reaktion auf irgendeinen der zahlreichen Inhaltsstoffe. Er tippe auf die Konservierungsstoffe, meinte er. Darauf wollte ich von ihm wissen, was ich nun tun solle. Vermeiden. Aha, und wie mache ich das? Er gab mir eine lange Liste mit allen Stoffen, die ich von nun an lieber meiden solle. Entrüstet und ungläubig starrte ich auf die Liste. Damit soll ich nun in die Drogerie?

Ich versuchte mein Glück in der Drogerie, dort erntete ich jedoch nur mitleidige Blicke. Man könne mir nicht helfen, das sei alles zu komplex. Zudem wollten sie die Verantwortung nicht übernehmen. Und ich? Nun, mit irgend etwas musste ich mich von nun an ja eincremen. Also begann meine Recherche. Und ich fand heraus, was noch so alles in Kosmetika enthalten sein darf. Und, dass die Haut keine Plastikfolie ist. Alles, was wir auf die Haut geben, ist binnen Minuten im Blut nachweisbar. Das Allergierisiko ist also noch viel höher als gedacht.

Wie viele Produkte verwendest du morgens im Badezimmer? Zahnpasta? Duschgel? Body Lotion? Feuchtigkeitspflege? Gesichtswasser? Pflegecreme? Handcreme? Feuchtes Toilettenpapier? Lippenpflege? Schminke? Schauen wir uns die häufigsten Übeltäter einmal genauer an.

Giftstoffe in Kosmetik: eine (unvollständige) Auflistung

Erdöl: Mineralöl/Paraffin/Vaseline

Dieser Stoff trocknet die Haut aus. Zwar ist Mineralöl sehr verträglich und löst nur äußerst selten Allergien aus, doch bildet es einen luftundurchlässigen Film auf der Haut. Die Haut quillt auf und trocknet dadurch aus. Es entstehen Falten.

Fun fact: Kundenbindung bei Anti-aging-Cremes

Viele Anti-aging-Cremes basieren auf Erdöl. Dieser Inhaltsstoff fördert die Faltenbildung. Würdest du so eine Anti-Falten-Creme kaufen?

Duftstoffe/Parfum/Fragrance

Diese Stoffe sind meist auf Basis von Mineralöl hergestellt und gehören zu den Top-20 der allergieauslösenden Stoffe! Leider ist in beinahe jedem konventionellen Körperpflege-Produkt Parfum enthalten.

Parabene

Parabene sind Konservierungsstoffe. Diese führen dazu, dass Produkte länger haltbar sind. Man kennt sie unter Methyl-, Ethyl-, Propylparabene. In der Kritik stehen Parabene, weil sie im Körper hormonähnlich wirken und zu Tumoren führen können.

Farbstoffe

Farbstoffe werden besonders gerne in Kinderpflegeprodukten verwendet, aber mindestens genau so oft in Cremes und Lotionen für Erwachsene. Diese Stoffe sind nun wirklich vollkommen überflüssig, denn sie tragen überhaupt nicht zur Pflege oder dem Erhalt des Produkts bei und können, genau wie viele andere chemische Zusatzstoffe, Allergien auslösen.

PEG-Emulgatoren

Viele herkömmliche Kosmetikprodukte setzen auf diesen Inhaltsstoff. Er macht die Haut durchlässiger, das ist für zwar vorteilhaft wenn man Wirkstoffe unter die Haut bringen möchte. Doch auch Schadstoffe werden so in die Haut eingeschleust.

Triclosan

Triclosan ist ein Desinfektionsmittel, das gerne in Arztpraxen zur Reinigung von großen Flächen verwendet wird. Denn es tötet Bakterien. Es wird jedoch auch gerne in Deos, Zahnpasta, Parfum und anderen Kosmetika eingesetzt, um dort Bakterien abzutöten und unangenehme Körpergerüche zu eliminieren.

In den USA ist Triclosan in Seifen bereits verboten. Bei uns ist er in jeder zweiten Zahnpasta zu finden. US-Forscher haben nun herausgefunden, dass sich der umstrittene Stoff in Zahnbürsten festsetzt und dort hoch konzentriert anreichert.  Das Problem ist, dass dieser Stoff auch im Körper und auf der Haut Bakterien abtötet, die dort unbedingt gebraucht werden. Zudem bilden sich bei den Bakterien Resistenzen. Und Triclosan wirkt im Körper zudem hormonähnlich.

Nach jüngsten Studien wird Triclosan außerdem mit Krankheiten wie Diabetes und Arthritis in Verbindung gebracht und soll Herzprobleme verursachen. Junge Mütter und deren Kinder sind besonders gefährdet, da das Mittel über die Muttermilch an Säuglinge weitergegeben wird.

Silikone

Silikone versprechen Glanz und Geschmeidigkeit fürs Haar. Doch die Kunststoffe trocknen das Haar aus, machen es schwer und platt. Auch die Kopfhaut wird in Mitleidenschaft gezogen. Juckreiz, Schuppen und Allergische Reaktionen sind die Folge.

Haarwäsche für Haarwäsche lagert sich immer mehr Silikon am Haar ab. Es kann nicht mehr atmen und trocknet letztlich aus. Auch die Umwelt wird stark belastet.

In der Inhaltsstoffliste der Produkte kannst du Silikone oft an der Endung -one erkennen. Es gibt aber auch Apps wie Toxfox oder codecheck beispielsweise, die auch andere Silikone identifizieren. So geht das Einkaufen dann leichter.

Sulfate

Sulfate sind die fettlösenden Stoffe in Shampoos und Co. Doch diese Eigenschaft lässt die Haut extrem austrocknen. Die Folge: vermehrte Talgproduktion und schnell fettendes Haar. Schuppen, Allergien, Juckreiz, trockene Kopfhaut und trockenes Haar haben ebenfalls ihre Ursache in den Phosphaten.

Formaldehydabspalter

Formaldehydabspalter werden als Konservierungsmittel eingesetzt. Sie lösen Allergien, Asthma, Brustschmerzen, chronische Müdigkeit, Depressionen, Schwindel, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen aus.

Aus ihnen kann das wahrscheinlich krebserregende Formaldehyd ausgelöst werden.
Es hat zudem noch die Eigenschaft, dass es die Haut schneller altern lässt. Formaldehyd wird gerne als Konservierungsstoff und Desinfektionsmittel in Shampoos, Nagellack, Nagelhärter und Haarwuchsmitteln verwendet.

Mikroplastik

In vielen Kosmetikprodukten wird Mikroplastik eingesetzt. Es funktioniert beispielsweise als Schleifmittel, Bindemittel, Füllmittel und Filmbildner oder verleiht dem Produkt einen seidigen Glanz. Die Form ist dabei recht unterschiedlich. Es kann als Feststoff oder auch flüssig verwendet werden.

Über den Abfluss gelangen die Kunststoffe dann in die Kläranlagen. Da diese solche kleinen Teile nicht herausfiltern können, gelangt Mikroplastik regelmäßig über das Abwasser in die Umwelt und die Gewässer und landet früher oder später bei uns wieder auf dem Esstisch oder im Wasserglas.

Cocktailwirkung

Warum dürfen diese Giftstoffe nun in der Kosmetik verwendet werden? Hier geht es um ein Zugeständnis der Politik an die Industrie. Solange die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden, ist es legal und anscheinend kann man da auch das erste L weglassen, was dem Verbraucher ins Gesicht gepanscht wird.

Und wenn jeweils der Grenzwert grade so nicht erreicht wird, wird er insgesamt um ein Vielfaches üebrschritten. Spannend ist dabei noch die Cocktailwirkung: Die schädliche WIrkung der einzelnen Stoffe potenziert sich. Unglaublich, was die Industrie dem Verbraucher zumutet. Dafür bezahlen wir auch noch Geld.

Warum werden diese Giftstoffe in der Kosmetik verwendet?

Diese Frage ist eigentlich relativ einfach zu beantworten. Es gibt genau 2 Punkte, warum es Sinn macht, diese Stoffe einzusetzen: Profitgier und Haltbarkeit.

Die Giftstoffe, die in der Kosmetik verwendet werden, haben alle zwei Dinge gemeinsam: sie sind billig und lange haltbar.

Warum sind dann die Kosmetikproukte so teuer?

Klar, man kann zwischen 0,79 € und 179 € jeden Preis für diese Chemiemasse aufrufen. Man muss diese aber entsprechend mit Bedeutung aufladen. Bei 0,79 € ist die Gewinnmarge nicht ganz so hoch, aber diese Produkte werden in Discountern angeboten, da kauft der Konsument einfach ein Duschgel weil er glaubt, eines zu brauchen.

Bei 179 € wird es ein bisschen komplizierter. Hier muss viel Emotion in den Tiegel. Deshalb wird eine große Industrie zu Hilfe genommen. Ich komme aus dieser Industrie, der Werbeindustrie. Und ich musste da raus weil ich Werbeversprechen nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte. Zum Glück hatte ich fast immer B2B-Kunden, da zählen schlussendlich Fakten aber die Verbraucher werden mit allen Künsten der Psychologie um den Verstand gebracht.

Geldgier kommt vor Gesundheit

Das funktioniert so: Ein Unternehmen will möglichst viel Geld verdienen. Deshalb entwickelt es ein Produkt, das verkauft werden muss. Sagen wir eine Gesichtscreme für 179 €. Nun denkt jeder halbwegs vernünftige Mensch da draußen, das kauft doch keiner. Doch falsch geraten. Denn die Tricks sind so perfide, da fällt man selbst als Profi manchmal noch darauf rein.

Die Ansprache der Zielgruppe geschieht IMMER über das Unterbewusstsein. Da werden Instinkte geweckt, von denen wir nicht gedacht hätten, dass wir diesen noch hörig sind. Es geht tatsächlich zu wie in der Steinzeit. In der Regel ist die Zielgruppe für teure Gesichtscremes Frauen zwischen Ende 30 und Ende 60, doch auch darüberhinaus funktionieren diese Schemata.

Geshoppt wird im Unterbewusstsein

Ein junges, hübsches Model, nennen wir sie Julia, wird als Markengesicht ausgewählt. Dieses Model ist zwar schon an sich wunderschön, doch für die Imagekampagnen, bei denen es klassischerweise um Sex sells geht, werden diese wunderschönen jungen Frauen perfekt ausgeleuchtet und fotografiert. Nach dem Fotoshooting werden diese perfekten Bilder noch durch Photoshop gejagt. Hier werden die Proportionen verstümmelt, die Haut geglättet bis nichts mehr menschlich sondern übermenschlich erscheint. Es werden Überwesen erschaffen, denen die Frauen dann nacheifern sollen.

Jetzt sind Werbetexter und Layouter an der Reihe. Diese bringen noch die nicht ganz so subtile Botschaft ins Spiel, um ein wenig von der Manipulation abzulenken und an die Vernunft zu appellieren. Denn diese muss die emotionsgesteuerte Kaufentscheidung des Konsumenten später rechtfertigen.

Würde Julia diese Cremes verwenden?

Vermutlich verwendet Julia diese Cremes nicht, da sie genau weiß, welche Wirkung sie haben. Im besten Fall nämlich gar keine, im schlechtesten Fall schaden sie der Haut und dem Körper. Doch die Frauen zwischen Ende 30 und Ende 60, die so gerne aussehen würden wie Julia, werden zu der Creme greifen. Vielleicht nicht beim ersten, zweiten oder dritten Kontakt mit dem Werbemotiv. Aber mit relativ großer Wahrscheinlichkeit beim zehnten Kontakt. Denn dann ist die Creme mit der Bedeutung tolles Aussehen im Unterbewusstsein verknüpft.

Das ist der Grund, warum ich jetzt mit einer ehrlichen Marke zusammenarbeite. Hier wird nicht geschönt, hier werden echte Menschen als Models gezeigt, und zwar so, wie sie tatsächlich aussehen.

Unbedenkliche Kosmetik

Kosmetik ohne gefährliche Inhaltsstoffe ist gar nicht so schwer zu finden. Man sollte auf das Ecocert- oder das Cosmos-Siegel achten. Doch wirkt diese Kosmetik nun auch so, wie man es sich erhofft?

Wirksamkeit von Naturkosmetik

Naturkosmetik arbeitet, wie der Name schon sagt, mit Inhaltsstoffe aus der Natur, oder, wenn es um ethische Fragen geht, auch mit naturidenten Stoffen. Diese Variante ist bei veganer Kosmetik mitunter nötig. Denn manche tierische Inhaltsstoffe sind ganz einfach nachzubauen und sind dann ganz genau die gleichen wie wenn man diese vom Tier gewinnen würde, nur ohne Tierleid.

Viele Inhaltsstoffe jedoch sind auch in der Naturkosmetik bereits nicht mehr wirksam, wenn sie beim Kunden ankommen. Denn die meisten Vitamine, Öle und Antioxidantien haben ein Verfallsdatum. Das ist ja an sich nichts schlechtes, doch wenn die Körperpflege mindestens 2 Jahre im Regal und mindestens 12 Monate im geöffneten Zustand halten muss, wie lebendig kann die Kosmetik dann noch sein? Und wenn man an einen frisch gepressten Orangensaft denkt, wie wirksam ist der nach 3 Jahren noch?

100 % Wirkstoff bei gleichzeitig 0 % Gefahrstoff
Die RINGANA-Philosophie besagt, dass kein Stoff auf der Haut, im Körper oder in der Natur Schaden anrichten darf. Deshalb verzichtet RINGANA ganz auf diese Inhaltsstoffe und setzt völlig auf unbedenkliche Wirkstoffe rein aus der Natur. Plus: Die Wirkstoffe besitzen die Begleitstoffe aus der Pflanze, damit sie im Körper auch ihre Wirkung schnell und sicher entfalten können.
Zu RINGANA Kosmetik geht´s hier lang

Fazit

Meinem Gesicht geht´s übrigens mittlerweile wieder gut. Es sieht sogar besser aus als vor meinem Kosmetiktuch-Unfall. Dieser war wohl nötig, damit ich ein Bewusstsein für Kosmetik und Inhaltsstoffe entwickeln konnte. So kam ich ja – gottseidank – letztendlich auch zu RINGANA.

Ich möchte mit diesem Artikel erreichen, dass möglichst viele Menschen aufhorchen. Dass sie überlegen, was sie sich, vielleicht sogar ihren Kindern, mit Sicherheit aber der Umwelt da täglich mit ihrer Kosmetik antun. Und dass möglichst wenige Menschen durch die Gefahrstoffe in Kosmetik Schaden erleiden.

Dreht einfach nächstens in der Drogerie mal den Tiegel um, den ihr kaufen möchtet. Schaut, was drin ist. Teilt den Artikel wenn er euch gefallen hat, erzählt weiter, was ihr mitgenommen habt und empfehlt mich weiter, wenn ich euch helfen konnte.